Die Vitalität der Bilder einerseits, morbide Brüche andererseits - so erlebt man die Bilder von Sabine Ehrle-Niederehe. Sie malt aus Leidenschaft zur Farbe. Erlebtes, Gesehenes, Gesuchtes und Gefundenes, auf dem Land oder in der Stadt aufgenommene Impulse überträgt sie in ihre Bilder. Dabei sind die glatten Flächen verpönt; sie empfindet oftmals eine gewisse Derbheit beim Malen, liebt den Umgang mit Spachtel und Kratzwerkzeug, mit denen sie ihre ganz eigenen Spuren auf der Leinwand hinterlässt.

Großformatige, vielfach in Grautönen gehaltene Werke, die an Stein, Putz oder abblätternde Wände erinnern. Der morbide Charme des Vergänglichen lässt sich aus dem Bild lesen und doch entspringt dann dieser Arbeit eine vitale Lebendigkeit, die einer Wiedergeburt gleicht. Sie experimentiert so lange mit den Farben, bis das Bild, das in ihr ist sich auch in ihrem Werk widerspiegelt.

 

Manche Arbeiten wirken ruhig, andere wiederum wühlen durch intensive Farben auf und geben Kraft und Energie.

„Farbe wirkt auf den Geist. Farbe ist eine Macht, die direkt auf die Seele wirkt,“ so sagte es einst Wassily Kandinsky.

 

Annelise vom Scheidt

Galerie P91

 

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